Kollektion · 156 Werke

Sonnenblumen-Gemälde

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Man glaubt, die Bescheidenheit der Margerite zu kennen, und siehe da, sie ruht auf Anthrazit, tiefem Magenta, abstrakten Tischdecken, die sie wie eine Perle in ihrer Schatulleleuchten lassen. Die Kollektion Margerite Gemälde vereint Leinwände, auf denen sich die weiße Blüte in Rosa, Türkis oder Schwarz färbt, wo das Safranherz einen heißen Punkt inmitten der Kälte entfacht, wo grüne Knospen, die noch geschlossen sind, auf ihren Einsatz warten. Eine Familie von leuchtenden und direkten Bildern für alle, die einfache Blumen mit der Kühnheit eines Farbenspielersbehandeln mögen.

Leinwand Weiße Margeriten auf Anthrazit Hintergrund - Glanz in der Nacht - Edition Marguerite Leinwand Weiße Margeriten auf Anthrazit Hintergrund - Glanz in der Nacht - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit Gebogenen Stängeln - Geschlossene Knospe Überhängend - Marguerite Edition Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit Gebogenen Stängeln - Geschlossene Knospe Überhängend - Marguerite Edition273,90 € Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit feinem Laub - Ungeöffneter Knospen - Edition Marguerite Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit feinem Laub - Ungeöffneter Knospen - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit zerzausten Blütenblättern - Duo aus hängenden Blumen - Edition Marguerite Gemälde Weiße und Schwarze Margeriten mit zerzausten Blütenblättern - Duo aus hängenden Blumen - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Rosen mit grünen Knospen - Intensives Magenta Hintergrund - Marguerite Edition Gemälde Weiße Margeriten und Rosen mit grünen Knospen - Intensives Magenta Hintergrund - Marguerite Edition273,90 € Gemälde Weiße und Rosa Margeriten mit Dunkelgrünem Stiel - Kleine Knospen - Edition Marguerite Gemälde Weiße und Rosa Margeriten mit Dunkelgrünem Stiel - Kleine Knospen - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Orangefarbene Herzen auf Türkisfarbenem Hintergrund - Landlust - Edition Marguerite Gemälde Weiße Margeriten und Orangefarbene Herzen auf Türkisfarbenem Hintergrund - Landlust - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Türkis mit schlanken Stängeln - Herabfallende feine Kräuter - Edition Marguerite Gemälde Weiße Margeriten und Türkis mit schlanken Stängeln - Herabfallende feine Kräuter - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und Goldene Margeriten mit Violetten Herzen - Zarte Stängel aufrecht – Edition Marguerite Gemälde Weiße und Goldene Margeriten mit Violetten Herzen - Zarte Stängel aufrecht – Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und Türkise Margerite im Safranherz - Abstrakter Mehrfarbenhintergrund - Edition Margerite Gemälde Weiße und Türkise Margerite im Safranherz - Abstrakter Mehrfarbenhintergrund - Edition Margerite273,90 € Gemälde Weiße und orangefarbene Margeriten auf Petrolblauem Hintergrund - Konturen mit Tinte gezeichnet - Edition Marguerite Gemälde Weiße und orangefarbene Margeriten auf Petrolblauem Hintergrund - Konturen mit Tinte gezeichnet - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Marineblau mit überlappenden Blütenblättern – Orange gesprenkelte Herzen – Edition Marguerite Gemälde Weiße Margeriten und Marineblau mit überlappenden Blütenblättern – Orange gesprenkelte Herzen – Edition Marguerite273,90 € Gemälde Margeriten Creme und Petrolblau mit roten Akzenten - Feine schwarze Stiele - Edition Marguerite Gemälde Margeriten Creme und Petrolblau mit roten Akzenten - Feine schwarze Stiele - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und grüne Margeriten mit verstreuten goldenen Tropfen - Dichtes Blumenmuster - Edition Marguerite Gemälde Weiße und grüne Margeriten mit verstreuten goldenen Tropfen - Dichtes Blumenmuster - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und Orange Margeriten mit geometrischen, ausgeschnittenen Formen - Dunkelgrüne, eckige Blätter - Edition Marguerite Gemälde Weiße und Orange Margeriten mit geometrischen, ausgeschnittenen Formen - Dunkelgrüne, eckige Blätter - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und grüne Margeriten mit leuchtend orangefarbenen Herzen - Übereinander liegende große Blätter - Edition Marguerite Gemälde Weiße und grüne Margeriten mit leuchtend orangefarbenen Herzen - Übereinander liegende große Blätter - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Beige mit kleinen benachbarten gelben Blüten - Olivgrünes Laub - Marguerite Edition Gemälde Weiße Margeriten und Beige mit kleinen benachbarten gelben Blüten - Olivgrünes Laub - Marguerite Edition273,90 € Gemälde Weiße und Goldene Margeriten mit fein gerillten Blütenblättern - Kleine Satellitenblumen - Edition Marguerite Gemälde Weiße und Goldene Margeriten mit fein gerillten Blütenblättern - Kleine Satellitenblumen - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße und gelbe Margeriten mit kleinen, verstreuten Blüten - Vertikaler Wildblumengesteck - Marguerite Edition Gemälde Weiße und gelbe Margeriten mit kleinen, verstreuten Blüten - Vertikaler Wildblumengesteck - Marguerite Edition273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Beige mit feinen, verstreuten Blüten - Olivgrünes Laub - Edition Marguerite Gemälde Weiße Margeriten und Beige mit feinen, verstreuten Blüten - Olivgrünes Laub - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Weiße Margeriten und Blau-Grau mit sichtbaren feinen Stängeln - Nahaufnahme - Marguerite Edition Gemälde Weiße Margeriten und Blau-Grau mit sichtbaren feinen Stängeln - Nahaufnahme - Marguerite Edition273,90 € Leinwand Weiße Margeriten und Stahlblau mit überlappenden Blütenblättern - Silhouetten schattierter Blätter - Edition Marguerite Leinwand Weiße Margeriten und Stahlblau mit überlappenden Blütenblättern - Silhouetten schattierter Blätter - Edition Marguerite273,90 € Gemälde Porträt Olivgrün und Terrakotta mit weißen Blumen - Grüner Blick - Edition Margerite Gemälde Porträt Olivgrün und Terrakotta mit weißen Blumen - Grüner Blick - Edition Margerite273,90 € Gemälde Porträt braun und grün, umgekehrtes Gesicht, verstreute orangefarbene Beeren - Edition Marguerite Gemälde Porträt braun und grün, umgekehrtes Gesicht, verstreute orangefarbene Beeren - Edition Marguerite273,90 €
Alles über Sonnenblumen-Gemälde

Diese Kollektion versammelt Marguerite-Gemälde, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben die Wiese verlassen. Kein grünes Feld, kein Sommerhimmel – die Blüten setzen sich auf anthrazitfarbene, intensiv magentafarbene oder deutlich abstrakte Hintergründe, und genau aus diesem Kontrast gewinnen sie ihre Strahlkraft. Das Weiß dominiert stets, doch ein Weiß, das sich rosa, türkis einfärben lässt, mitunter von Schwarz umrandet, mit einem safrangelben Herz im Zentrum, das das Licht bündelt. Die ganze Kollektion Gemälde Marguerite lässt sich in einem Satz fassen: die einfachste Blume überhaupt, als Koloristin behandelt.

Was dem Ensemble Einheit verleiht, sind drei Elemente, die sich von einem Gemälde zum nächsten wiederfinden. Zuerst die Form, stets erkennbar: eine Scheibe, ein Blütenkranz, ein schlanker Stängel. Dann der Rhythmus, den die noch geschlossenen Knospen vorgeben, grüne Akzente, die auf die geöffneten Blüten antworten. Schließlich das Licht, das von der Blüte selbst ausgeht und nicht vom Hintergrund, da alle Hintergründe dunkel oder gesättigt sind. Die Bilder ähneln sich genug, um eine Familie zu bilden, und unterscheiden sich genug, dass man nie zweimal dasselbe Motiv aufhängt.

In einem Interieur übernehmen diese Gemälde eine besondere Rolle. Sie bringen die Frische einer Frühlingsblume ohne die Süßlichkeit des Straußes und die Klarheit einer farbigen Fläche ohne die Kargheit des Abstrakten. Ihre schmalen Vertikalen passen zu schmalen Wänden, ihre tiefen Hintergründe behaupten sich gegenüber schwach beleuchteten Räumen, und der safrangelbe Punkt im Herzen genügt, um eine kühle Palette zu erwärmen. Man hängt sie ebenso gut ins Schlafzimmer wie in den Flur, die Küche oder das Arbeitszimmer, überall dort, wo klare Farbe und ein sofort lesbares Motiv gewünscht sind.

Die Kollektion richtet sich an alle, die Blumen lieben, aber keine ländliche Szene wollen: Liebhaber kräftiger Farben, Menschen, denen große gemalte Blumensträuße zu überladen sind, und alle, die der Margerite wegen ihrer Kindheit, ihres Spiels und ihrer Schlichtheit verbunden sind. Wer eine Wiese im Junisonnenlicht sucht, ist hier falsch; wer dieselbe Blume strahlend, vergrößert und in Farben sehen möchte, die keine Wiese hervorbringt, ist genau richtig.

Der anthrazitfarbene Grund und das weiße Leuchten der Marguerite-Gemälde


Woher kommt dieser Eindruck von Perlmutt, wenn die Margerite auf Anthrazit ruht?


Das Erste, was vor diesen Marguerite-Gemälden auffällt, ist das völlige Fehlen der Wiese: Die weiße Blüte hebt sich von einem anthrazitfarbenen, fast schwarzen Grund ab wie ein Schmuckstück auf dunklem Stoff. Der Vergleich ist nicht willkürlich. Der Name der Blume stammt vom lateinischen margarita, der Perle, das wiederum aus dem Griechischen und weiter aus dem Osten kommt; unsere Vorfahren sahen in der perlmuttern schimmernden Scheibe einen ins Gras gefallenen Edelstein. Juweliere präsentieren ihre Perlen seit jeher auf dunklem Samt, weil nur die Dunkelheit den Perlmutterglanz zum Vorschein bringt.

An der Wand zeigt sich dieser Grundsatz sofort. Ein heller Grund zerstreut das Licht und verschluckt die Weißtöne; ein tiefer Grund wirkt wie eine Dunkelkammer und lenkt den Blick auf die Blütenkronen. Abends in einem beleuchteten Raum verlieren diese Kompositionen nichts, sie gewinnen an Intensität, wenn die Lampe angeht, wo sich viele Blumenbilder verflachen. Deshalb halten sie eine dunkle Wand, einen fensterlosen Flur oder die Rückwand eines Bücherregals, Orte, an denen ein ländliches Aquarell sofort verschwinden würde.

Das Weiß der Marguerite-Gemälde ist nie zweimal dasselbe


Betrachten Sie die Weißtöne aus der Nähe: In den Marguerite-Gemälden gleicht kein Weiß dem anderen. Eines neigt zu Rosa, wo der Grund magenta ist, ein anderes gleitet ins Türkis, ein drittes nimmt das Aschgrau der anthrazitfarbenen Nachbarschaft an. Die Botanik erklärt diese Geschmeidigkeit besser als die Malerei. Das Weiß eines Margeritenblütenblatts stammt von keinem Pigment: Es entsteht durch winzige Luftbläschen zwischen den Zellen, die das einfallende Licht zurückwerfen, ohne eine eigene Farbe zu behalten. Mit anderen Worten: eine Margerite hat keinen eigenen Farbton, sie trägt den ihrer Umgebung.

Dieses Detail verändert, wie diese Bilder bei Ihnen wirken. Eine Blüte ohne Pigment wird zum Spiegel: Die Blütenblätter nehmen die Farbe des Vorhangs, des Parketts, des Morgenlichts an, später etwas anderes in der Dämmerung. Ein Gemälde gegenüber einem nach Westen gerichteten Fenster zeigt um zwölf Uhr nicht dieselben Weißtöne wie um sieben am Abend. Diese Unbeständigkeit ist kein Mangel, sondern verleiht der Kollektion eine Atmung, die stark farbige Motive nicht kennen : Das Motiv bleibt, der Farbton wandert.

Diese Blumen müssten schlafen, gemalt sind sie weit geöffnet


Ein Detail sollte das geübte Auge bei diesen Marguerite-Gemälden stutzig machen: Die Blüten sind weit geöffnet, obwohl Nacht den ganzen Grund füllt. Auf einer Wiese geschieht das nie. Die Margerite und ihre kleine Verwandte der Rasenflächen schließen sich bei Einbruch der Dunkelheit, ziehen ihre Blütenblätter zu einem Kegel zusammen und öffnen sich erst am Morgen wieder; dieses tägliche Hin und Her hat ihr den alten Beinamen Tagesauge eingebracht. Die voll erblühte Blume auf nachtschwarzem Grund zu malen, heißt also, einen Augenblick festzuhalten, den die Natur verweigert, einen Mittag im Dunkel bewahrt.

Die Wirkung ist, sobald das Bild hängt, sehr konkret: Man erhält ein Bild vollen Sonnenlichts, das nicht mehr von der Tageszeit abhängt. In einem Schlafzimmer, einem zurückgesetzten Flur oder einem nach Norden gelegenen Raum bringen diese Gemälde eine Helligkeit, die das Fenster nicht liefert. Darin unterscheiden sie sich von großen Ansichten blühender Felder, die vor allem den Moment ihrer Entstehung festhalten. Hier bleibt die Blüte das ganze Jahr über geöffnet, unbeeindruckt von Jahreszeit, Tageslicht und Abenddämmerung.

Was die Marguerite-Gemälde zeigen, wenn man an das Herz herantritt


Wie viele Blüten verbergen sich in einem safrangelben Herz?


Treten Sie an die Mitte heran: Was die Marguerite-Gemälde als safrangelbes Herz zeigen, ist kein Herz, und die Blume ist keine einzelne Blüte. Die gewölbte Scheibe vereint Dutzende, mitunter Hunderte röhrenförmiger Blütchen, jedes vollständig mit Staubgefäßen; der weiße Kranz darum besteht aus weiteren Blüten, die zu Zungen abgeflacht sind. Was man für eine Margerite hält, ist in Wahrheit eine dicht gedrängte Versammlung von rund hundert Blüten, zu einer einzigen Scheibe vereint, um Insekten schon von Weitem aufzufallen.

Dieser Aufbau erklärt die besondere Körnung der Kollektion. Das Safrangelb der Mitte ist nie eine glatte Fläche: Es wimmelt, es sticht, es fängt das Licht anders ein als die matten Blütenblätter. An der Wand wird es zu einem winzigen, aber unwiderstehlichen Wärmepunkt, einem orangefarbenen Brennpunkt inmitten kühler oder gesättigter Hintergründe. Er macht Lust, näherzukommen, und er erlaubt diesen Bildern, mit Kupfer, Honigholz oder ockerfarbenem Stoff zu harmonieren, ohne dass man etwas berechnet hätte.

Warum behalten die Marguerite-Gemälde noch geschlossene Knospen?


Das Motiv kehrt in den Marguerite-Gemälden von Bild zu Bild wieder: neben den geöffneten Blüten runde, grüne, noch geschlossene Knospen, manchmal zahlreicher als die offenen Blütenkörbchen. Zu sehen ist dabei nicht ein eingerolltes Blütenblatt, sondern das Hüllblatt, jener Kranz kleiner grüner Blättchen, der die Blüte bis zum Tag der Öffnung umhüllt. Blumenmaler haben früh verstanden, wozu die Knospe dient: Sie bringt Dauer in ein unbewegtes Bild. Eine geöffnete Blüte zeigt den Augenblick, eine geschlossene Knospe kündigt an, was kommen wird.

Für das Auge übernehmen diese Knospen eine zweite, rein rhythmische Rolle. Ihr klares Grün und ihre volle Form unterbrechen die Wiederholung der weißen Kronen, verhindern, dass die Komposition in ein gleichmäßiges Muster kippt, und setzen dunkle Atempausen zwischen die Blüten. Deshalb ertragen diese Bilder langes Betrachten, ohne zu ermüden: Sie bieten zwei Lesegeschwindigkeiten, zuerst den Glanz der offenen Blüten, dann das Zählen der Knospen, die man zunächst übersehen hatte. In einem Raum, in dem man verweilt, etwa Leseecke oder Wohnzimmer, zählt dieses Detail mehr, als man denkt.

Stängel, kaum breiter als ein Strich, tragen die Komposition


Die Stängel nehmen in den Marguerite-Gemälden ebensoviel Raum ein wie die Blüten: lang, glatt, kaum breiter als ein Pinselstrich, steigen sie ohne Unterbrechung bis zur Blütenkrone empor, begleitet von feinen, sich neigenden Gräsern. Diese Nacktheit ist keine Erfindung der Malerei. Die Margerite treibt ihre Schäfte fast ohne Blätter, das Laub bleibt größtenteils als Rosette dicht am Boden; was aufsteigt, ist also eine reine Linie, ohne Zweige und ohne Verästelung. Nur wenige Blumen bieten eine so klare Linienführung.

Daraus folgt beim Aufhängen ein sehr praktischer Vorteil. Diese feinen Vertikalen verlangen hohe Formate und schmale Plätze: ein Feld zwischen zwei Fenstern, ein Wandstück neben einer Tür, ein Treppenhaus. Die Stängel verlängern dort die Höhe des Raums, statt sie zu unterbrechen, und die geneigten Gräser bringen die einzige Diagonale des Bildes. Wo ein dichter Strauß Masse bildet und erdrückt, bleiben diese Kompositionen luftig und lassen eine ohnehin schon gut gefüllte Wand atmen.

Türkis, Magenta, Schwarz: die Farbfreiheit der Marguerite-Gemälde


Keine Wiese hat je eine türkisfarbene Margerite hervorgebracht


Eine türkisfarbene Margerite gibt es nicht, eine schwarze ebenso wenig. Die Marguerite-Gemälde zeigen trotzdem solche, neben satten Rosatönen und bis zum Äußersten gesteigerten safrangelben Herzen. Diese Freiheit hat einen alten Grund: Die weiße Margerite ist seit jeher die Blume, die man einfärbt. Floristen lassen sie in gefärbtem Wasser stehen, das der Stängel bis in die Blütenblätter hinaufträgt, und das Experiment wird in allen Schulen mit einem Glas Tinte wiederholt. Da ihr Weiß auf keinem Pigment beruht, nimmt sie jeden Farbton widerstandslos an.

Diese Bilder treiben das Verfahren weit über die Vase hinaus. Sie behalten die genaue Form bei, Scheibe, Kranz, Stängel, und verändern nur die Farbe: eine unauffällige Verschiebung, die aber genügt, die Blume aus dem ländlichen Register herauszuheben. Das Ergebnis spricht Menschen an, die kräftige Farbe lieben, ohne ein abstraktes Motiv zu wollen. Man erkennt die Blume auf den ersten Blick, und begreift beim zweiten, dass sie erfunden wurde. Dieser Abstand, mehr als die Blume selbst, fesselt den Blick.

Eine Scheibe, ein Kranz: die Blume, die jede Hand zeichnen kann


Betrachten Sie den Aufbau der Marguerite-Gemälde: ein Kreis, ein Kranz weißer Zungen, eine senkrechte Linie. Mehr nicht. Es ist die erste Blume, die ein Kinderhand zeichnet, und vermutlich die lesbarste Pflanzenform des ganzen Repertoires. Diese Sparsamkeit hat weit über die Wiesen hinaus Karriere gemacht: Steinrosetten, Fayencen, Intarsien, in den Siebzigerjahren bedruckte Stoffe, bis hin zum sternförmigen Typenrad der alten Schreibmaschinen, das man Margerite taufte. Eine Form, die alle diese Vereinfachungen überlebt, wird zum Zeichen, und genau dieses Zeichen greifen diese Bilder auf, neu aufgeladen mit Farben, die keine Fayence gewagt hätte.

Genau das ermöglicht die Freiheiten der Kollektion. Eine Blume mit komplizierter Zeichnung, Pfingstrose oder Orchidee, hört auf, sie selbst zu sein, sobald man ihre Farbe verändert; die Margerite bleibt dagegen im Türkis, im Schwarz, auf Magenta wie auf mehrfarbigem Grund erkennbar, weil ihre Silhouette allein die ganze Information trägt. Für eine Wand bedeutet das klare Bilder, aus der Ferne lesbar, auf der Türschwelle eines Raums in einer Sekunde verstanden und erst aus der Nähe im Detail erfasst.

Was die gesättigten Hintergründe der Marguerite-Gemälde mit einem Raum machen


Man muss hinter die Blumen schauen, denn in den Marguerite-Gemälden nimmt der Grund oft mehr Fläche ein als sie: intensives Magenta, dumpfes Anthrazit, abstrakte Flächen, in denen sich mehrere Farben kreuzen. Diese gesättigten Flächen dienen nicht als Dekor, sie bestimmen das Klima des Bildes. Aus der Wiese herausgenommen und auf eine reine Farbe gesetzt, verliert die Blume am Wegesrand ihre Pflückhaltung und wird zu einem bewusst grafischen Motiv, näher an einem farbigen Plakat als an einem Feldstrauß.

In der Praxis muss man also den Hintergrund betrachten, um den Raum auszuwählen. Ein tiefes Magenta belebt eine weiße Wand, harmoniert mit blondem Holz oder altem Fliesenboden und eignet sich gut für Eingang oder Küche, Orte, an denen man rasch vorbeikommt und wo eine klare Farbe mehr wirkt als ein subtiler Verlauf. Dunkle Hintergründe dagegen verlangen nach Räumen, in denen man bleibt: Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Leseecke. Die Blume bleibt dieselbe; der Grund schickt sie von einem Raum in den anderen.

FAQ zu den Marguerite-Gemälden


Gibt es diese türkisfarbenen und magentafarbenen Margeriten in der Natur?


Nein. Die Natur bleibt beim weißen Strahlenkranz mit gelbem Herz, dazu kommt das Rosa der kleinen Gänseblümchen, die als einzige Spielerei kultiviert werden. Türkis, die schwarze Umrandung, Magenta sind eine Entscheidung des Malers. Die Blume verträgt sie, weil ihre Form, Scheibe und Kranz, sie unabhängig von der Farbe erkennbar macht: Man sieht zuerst eine Margerite, bemerkt dann, dass sie neu gemalt wurde, und genau dieser Abstand macht den Reiz der Kollektion aus.

Margerite oder Gänseblümchen: Welche sieht man auf diesen Leinwänden?


Die große Margerite, ohne Zweifel. Das Gänseblümchen bleibt winzig, duckt sich dicht über die Rasenflächen, seine Scheibe kaum größer als ein Fingernagel. Hier sind die Schäfte lang und nackt, die Blütenkörbchen breit, das safrangelbe Herz klar abgesetzt: Das sind die Proportionen der Wiesen- und Wegrandmargerite. Nur die Farbenlust, diese rosa gesäumten Blütenblätter, borgt sich etwas von den Gartengänseblümchen, die für ihre kräftigen Töne bekannt sind.

Wirkt die Margerite nicht zu sehr nach Wiesenblume für eine kraftvolle Wand?


Genau das heben diese Bilder auf: Die Wiese ist verschwunden. Nichts hier vom Blumenkorb oder Pastellzart; die Blüte ist isoliert, vergrößert, auf eine safrangelbe Scheibe und einen weißen Kranz reduziert und auf einen anthrazitfarbenen oder magentafarbenen Grund gesetzt, der keine Zwischentöne sucht. Die noch geschlossenen grünen Knospen brechen die Symmetrie, die Stängel ziehen trockene Vertikalen. Man hat es mit einem klaren, beinahe grafischen Pflanzenbild zu tun, das nichts Süßliches an sich hat.