Gemälde im Vintage-Modestil Art déco

Retro-Dekor der 50er aus Amerika: einen glamourösen Salon im Hollywood-Stil gestalten

8 Min. Lesezeit · von Walensky

GEMÄLDE IM VINTAGE-MODESTIL ART DÉCO

Ein klirrendes Martiniglas, eine Messinglampe, die bernsteinfarbenes Licht verbreitet, und an der Wand das Porträt einer Frau mit selbstsicherem Blick. Das ist weit entfernt vom Formica-Diner und der roten Jukebox. Dieses Amerika der 50er trägt lange Handschuhe, keine Kellnerschürze.

Es ist die Hollywood-Regency-Seite des Stils: die Cocktailabende im Technicolor, die Etuikleider und Interieurs, in denen jedes Objekt wie für die Kamera arrangiert wirkt. Diese Atmosphäre in einem Wohnzimmer nachzubilden, ist kein Zufall vom Flohmarkt. Es geht um Farben, Materialien und zwei oder drei sorgfältig ausgewählte Möbelstücke.

Die direkte AntwortFür glamouröse Retro-Dekor der 50er aus Amerika setzen Sie auf eine Pastell- oder Goldpalette, auf Samt, Messing und facettierte Spiegel, kombiniert mit einem Clubsessel oder einer Vintage-Bar. Das Gemälde im Hochformat mit einer Frau oder einem Paar am Abend ist das Element, das alles verankert, ohne ins Diner-Rockabilly-Klischee abzurutschen.
Zum Merken
  • Hollywood-Glamour unterscheidet sich vom Rockabilly durch edle Materialien wie Samt und Messing statt durch Formica und Chrom
  • Eine Pastell- oder Goldpalette, kombiniert mit einem Clubsessel und einer Barecke, reicht aus, um die Stimmung zu setzen
  • Das Wandgemälde ist das schnellste und wirkungsvollste Mittel, um den Stil zu etablieren, ohne den Raum komplett umzugestalten
01.

Hollywood-Glamour, die andere Seite Amerikas in den 50ern

Während die Teenager in den Diners zum Rock'n'Roll tanzten, nippte ein anderes Amerika in samtbespannten Salons an Cocktails. Das ist das Amerika der Studios, der Schauspielerinnen in Nahaufnahme, der Abende, an denen man mit kalkulierter Eleganz eine Zigarette raucht.

Dieser Stil schöpft aus dem Art déco der Jahrzehnte zuvor, den er mit weicheren Rundungen und Pastellfarben mildert. Man denkt an Marilyn Monroe im engen Kleid, aber auch an die Interieurs von Palm Springs, an die facettierten Spiegel der Hollywood-Frisiertische und an die Idee, dass das Zuhause ebenso inszeniert werden muss wie der Körper.

Wenn das Rockabilly auf populäre Nostalgie setzt – Tankstellen, Billardtische, Neonlichter –, zielt der Hollywood-Glamour auf Raffinesse. Es ist ein Salon, den man sich gut in einem Film mit Lauren Bacall vorstellen kann, nicht in einem Fast-Food-Lokal der 50er.

Das Rockabilly erzählt von der rebellischen Jugend der 50er. Der Hollywood-Glamour erzählt von gesellschaftlichen Abenden. Zwei Amerikas, zwei Kulissen.


02.

Die unverzichtbaren Farb- und Materialcodes

Eine Glamour-Dekor erkennt man zuerst an ihrer Palette: nichts Grelles, sondern gedämpfte Nuancen und metallische Akzente.

Pastellpalette und Goldtöne

Puderrosa, Wassergrün, Babyblau und Champagnerbeige bilden die Basis. Dazu kommen Gold- oder Messingakzente, um das Ganze zu beleben, und manchmal ein tiefes Rot nach Art eines Lippenstifts, reserviert für einen einzigen starken Akzent – einen Sessel, ein Kissen, niemals den ganzen Raum.

  • Wände: gebrochenes Weiß, Rosébeige oder sehr helles Salbeigrün
  • Akzente: Messing, gealterte Vergoldung, Spiegel
  • Starker Akzent: Karmin- oder Bordeauxrot auf einem einzigen Element

Samt, Messing und facettierte Spiegel

Samt bekleidet die Sitzflächen und Kissen mit einer Textur, die das Licht schluckt. Messing hingegen wirft es zurück: Wandleuchten, Tischbeine, Möbelgriffe. Und der facettierte Spiegel über einer Konsole vergrößert den Raum und erinnert zugleich an die Frisiertische der Stars.

Gut zu wissen

Oft genügt ein einziges Messingmöbel, um ein klassisches Wohnzimmer in einen Glamour-Salon zu verwandeln. Man muss nicht alles vergolden: eine Konsole, eine Lampe oder die Füße eines Clubsessels genügen.


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03.

Die eigene Sitz- oder Barecke zusammenstellen

Ein Glamour-Salon der 50er entsteht um zwei Pole: eine tiefe, bequeme Sitzecke und einen Barbereich, der Lust macht, einen Cocktail zuzubereiten, noch bevor man durstig ist.

Das zentrale Möbelstück: Clubsessel und Vintage-Bar

Der Clubsessel aus Leder oder gepolstertem Samt bleibt das Herzstück. Man kombiniert ihn gern mit einer Vintage-Cocktailbar – ein niedriges Möbel mit verspiegelter Platte, einige Stielgläser und eine Karaffe aus Kristall. Dieses Duo genügt, um eine Zimmerecke in eine Filmkulisse zu verwandeln.

Bei den Textilien eignen sich kurzflorige Teppiche in neutralen Tönen, schwere Samtvorhänge, die bis zum Boden fallen, und Kissen aus Satin oder Kunstseide, die das Licht der Stehlampen einfangen.

Der zentrale Platz des Wandgemäldes

Ist das Mobiliar aufgestellt, bleibt die Wand oft kahl, und genau dort verliert der Stil an Stimmigkeit, wenn man sie nicht gestaltet.

60 bis 75 %Idealer Anteil der Breite des Sofas oder der Wand, den das Bild einnehmen sollte, für ein ausgewogenes Bild.

Jetzt ist der Moment, hinter dem Clubsessel oder über der Bar ein Werk anzubringen, das diese Atmosphäre gesellschaftlicher Abende wirklich erzählt.

Für die vollständige Kollektion im Geist des Vintage- und Glamour-Stils der 50er gibt unsere Kollektion Retro-Gemälde einen guten Überblick über die möglichen Welten jenseits des einfachen Porträts.


04.

Gemälde auswählen, um die Glamour-Atmosphäre zu betonen

Das richtige Gemälde für eine Glamour-Dekor der 50er zeigt ein Gesicht, eine Haltung, eine Abendszene – niemals eine Tankstelle oder einen riesigen Hamburger. Man bleibt im Register des anspruchsvollen Porträts und der gesellschaftlichen Szene.

Am besten funktionieren Werke, die mit den Codes des Art déco spielen: grafische Linien, selbstsicherer Blick, kräftige, aber elegante Farbpalette. Ein Frauenporträt mit Retrobrille oder Bob-Frisur etwa ruft sofort diese Raffinesse hervor, ohne ins Nachgemachte abzurutschen.

Diese drei Werke gehören derselben ästhetischen Familie an – weibliche Porträts, Art-déco-Töne –, bieten aber unterschiedliche Stimmungen: bürgerlich und romantisch das eine, verfeinert und bläulich das andere, pop und farbenfroh das letzte. So lässt sich der Ton an das übrige Zimmer anpassen.

In der Praxis

In einem am Abend gedämpft beleuchteten Salon bevorzugen Sie Acrylglas: Seine glänzende Wirkung betont die Tiefe der Farben unter einer Zusatzbeleuchtung. Gegenüber einem sehr hellen Fenster vermeidet matt gebürstetes Alu-Dibond am Tag störende Reflexe.


05.

Fehler vermeiden, um nicht ins Nachgemachte abzurutschen

Hollywood-Glamour kippt schnell ins Kitschige, sobald man zu viele allzu aufdringliche Anspielungen häuft. Drei Fallen kehren immer wieder.

  1. Zu viele Objekte im Stil „50er-Jahre-Thema“ : eine Miniatur-Jukebox, eine Pin-up aus Plastik und ein Kissen mit Kirschmuster zusammen wirken wie ein Jahrmarktstand, nicht wie ein Salon.
  2. Die beiden Stile vermischen : Rockabilly und Hollywood-Glamour vertragen sich im selben Raum schlecht. Glänzendes Chrom und Neon beißen sich mit Samt und patiniertem Messing.
  3. Die Beleuchtung vernachlässigen : kaltes, weißes Licht zerstört sofort die gedämpfte Stimmung. Bevorzugen Sie Lampen mit Stoffschirmen, warmes Licht und mehrere Lichtquellen statt einer einzigen Deckenleuchte.
Die Falle, die es zu vermeiden giltAlles auf einmal verwandeln wollen. Ein Salon, der in einem Wochenende vom Boden bis zur Decke den Stil wechselt, endet oft als Theaterkulisse statt als bewohnter Innenraum. Beginnen Sie mit einem starken Möbelstück und einem Gemälde, der Rest folgt ganz natürlich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Farben passen zur Retro-Dekor der 50er aus Amerika?

Für das Register des Hollywood-Glamours bildet Pastell die Basis (Puderrosa, Wassergrün, Champagnerbeige), ergänzt durch Gold- oder Messingtöne, manchmal mit einem tiefen roten Akzent auf einem einzigen Element.

Wie gestaltet man ein Wohnzimmer im glamourösen Vintage-Stil?

Kombinieren Sie einen Clubsessel aus Samt oder Leder, eine Vintage-Barecke mit Spiegel, Textilien aus Samt oder Satin und ein Gemälde mit Art-déco-Motiv oder einer Abendszene, um das Ganze optisch zu verankern.

Worin unterscheidet sich der Rockabilly-Stil vom Hollywood-Glamour?

Das Rockabilly ruft die Diners, das Chrom und den Rock'n'Roll der amerikanischen Jugend in Erinnerung. Der Hollywood-Glamour ruft die gesellschaftlichen Abende, das Kino und edle Materialien wie Samt und Messing wach. Beide gehören den 50ern an, vertragen sich optisch aber nicht gut. Um die Nuancen zwischen diesen Registern zu vertiefen, beschreibt unser Artikel zur Retro-Dekor der 50er aus Amerika alle Codes des Stils im Detail.

Welches Gemälde passt zur Dekor der 50er?

Bevorzugen Sie ein weibliches Art-déco-Porträt oder eine Paarszene am Abend in anspruchsvollen Farben (Bordeaux, Grün, Gold, Blau) statt eines Diner- oder Pop-Kultur-Motivs, das zu wörtlich wirkt.

Ein so markanter Stil muss nicht die ganze Raumfläche einnehmen, um zu wirken. Ein Sessel, warmes Licht und vor allem ein Gemälde, das diese Eleganz gesellschaftlicher Abende bereits erzählt: Das genügt, um einen gewöhnlichen Salon in etwas zu verwandeln, das wie eine Filmszene aus dem Jahr 1955 wirkt. Wenn Sie Lust haben, andere ebenso markante Jahrzehnte zu erkunden, bietet die Codes der Vintage-Dekor der 70er ein ebenso reiches Feld an Materialien und Farben.

Es bleibt, das Werk zu wählen, das den Ton angibt. Der Rest des Salons folgt fast mühelos.

Galeriewand mit drei gerahmten Gemälden, darunter Paar Cocktail und Weibliche Eleganz